[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Vegetierst Du noch oder singst Du schon?“ font_container=“tag:h2|font_size:28|text_align:center|color:%23ed25ed“ google_fonts=“font_family:Condiment%3Aregular|font_style:400%20regular%3A400%3Anormal“][prkwp_spacer][vc_column_text]Wie oft machst du etwas, was du nicht tun möchtest?

Wie oft sagt dein Bauch dir, dass es besser wäre dies oder jenes nicht zu tun? Du machst es aber trotzdem.

Wie lange schon lebst du ein Leben, von dem du tief in deinem Inneren weißt, dass es nicht ,dein‘ Leben ist. Aber du lebst es, weil diese Art von Leben halt ,normal‘ ist und alle anderen es eben auch so machen.

Wie oft tanzt du nicht aus der Reihe, bist ein ,braves‘ Mädchen, stellst deine eigenen Bedürfnisse zum Wohle einer anderen Person (Partner, Kind, Freundin, Kollege etc.) zurück. Weil Frauen und Mädchen so halt eben sind. So wurde es uns anerzogen. So gehört es sich.

Wie oft sagst du dir, nur noch dieses eine Mal. Durchhalten. Nur noch diesen einen Monat. Nur noch ein Jahr. Nur noch eine Chance. Wie oft übergehst du diese innere Sehnsucht, den Ruf des Herzens und die Verzweifung in dir, tief drinnen in deiner Seele.

Wenn ich mich als Beispiel nehmen soll – sehr oft. Und für sehr, sehr lange. Und ich muss einen Preis dafür zahlen und die Raten dafür zahle ich wahrscheinlich mein Leben lang ab. Rückblickend muss ich gerade in den letzten Wochen feststellen, dass nichts und niemand es wert ist und vor allem niemand es dir dankt, dein Leben zurückgestellt zu haben und ich alles in mir, was anfangs noch dagegen rebellierte, zum Schweigen brachte. Nur kann ich leider nicht auf Repeat drücken und die vergeudete Zeit wieder gutmachen.

Als du ein Kind warst, hast du dein eigenes Seelenlied gehört. Hast dazu gelacht, gesungen und getanzt. Gedankenverloren. Verträumt. Tief versunken in deinem Reich der Phantasie. Du hast dich nicht geschert um Konventionen, Richtig und Falsch, Schwarz und Weiß, Gestern und Morgen. Du lebtest im Jetzt. Du machtest das, was dir Spaß bereitete. Stürztest dich voller Energie ins Leben, denn es gab soviel zu entdecken. So viel zu erleben.

Erst durch die Erwachsenen lerntest du dich anzupassen. Zu benehmen. Reinzuzwängen. Zu verformen, denn Anderssein ist nicht gewünscht. Was nicht passt, wird eben passend gemacht.

Wenn du dann endlich erwachsen bist und machen könntest, was du willst, hast du oft deine eigenen Wünsche schon ganz vergessen. Du hast aufgehört zu träumen. Und mitzusingen. Aber du hörst sie noch.

Aus Angst egoistisch, zickig, rücksichtslos, schwach, Rabenmutter oder Schlimmeres genannt und daraufhin ausgegrenzt zu werden, ignorierst du aber immer mehr im Laufe deines Lebens dein Seelenlied und dessen Ruf. Bekämpfst ihn sogar, damit du ihn nicht länger hören und dich quälen musst. Denn deine Seelenstimme weiß, was gut für dich ist, was deine tiefsten, innigsten Träume und Wünsche sind. Leider passen diese oft nicht in die Vorstellungen der Außenwelt, in der wir leben.

Sehnsucht nach etwas – oder jemand – anderem, das oder den du aber nicht haben kannst, darfst oder sollst, ist furchtbar. Du erbaust dir damit ein Gefängnis, errichtet aus Steinen deiner Angst und den Erwartungen, die andere an dich haben. Und du vergräbst diese Sehnsucht, dieses tiefe Drängen tief unter einem 08/15 Leben aus Alltagstrott, Angst und dicken Frustschichten. Bis dein Seelenlied nicht mehr erklingt.

Je dicker diese Schicht wird, desto weniger empfindest und spürst du überhaupt noch. Du wirst ein schlafwandelnder Zombie. Du existierst zwar, aber lebst nicht mehr.

Viele Menschen, ich würde sogar sagen, die meisten, leben damit und es ist ok für sie. Meiner Meinung nach haben sie Glück im Unglück. Sie sind zwar unglücklich, aber das Unglück ist ein alter Bekannter und daher ,leben‘ sie darin und damit. Sie akzeptieren es und geben „weise“ Sprüche von sich wie ,So ist das Leben‘ und ,Das Leben ist kein Ponyhof/Wunschkonzert etc‘. Sollen sie. Es ist ihr Leben und sie können es so hinnehmen – jedem das Seine.

Schlimm aber ist es für diejenigen, die genau wissen, dass sie etwas ändern müssen. Die nicht mehr länger schlafwandeln wollen, sondern leben. Wirklich LEBEN. Denn sie leiden stillschweigend vor sich hin, sind aber noch gefangen in ihrem Unglück, gefesselt von der Angst einen Schritt in die ,falsche‘ Richtung zu tun.

Aber jeder Wandel beginnt mit einem ersten Schritt. Niemand sagt, dass es leicht wird und keiner kann dir abnehmen diesen Weg zu gehen. Du wirst Angst haben. Es wird weh tun und du wirst sicher das ein oder andere Tränchen vergießen. Du wirst andere verletzen, die du gar nicht verletzen möchtest.

Aber wenn du erkannt hast, dass dich dein jetziges Leben todunglücklich macht, du dich selbst auf der Reise verloren hast, musst du deinen eigenen Weg gehen. Und wenn du die Klänge deines Seelenlieds wieder hören und ihm folgen willst, musst du da durch.

Und ich für meinen Teil möchte nicht länger meine kostbare Lebenszeit vergeuden. Denn was viele, mich eingeschlossen, oft vergessen, ist, dass wir nur dieses eine Leben haben.

Das hier ist kein Probelauf. Es ist unser Leben. Deins. Meins.

Und es ist unser einziges. Es gibt keine ,Alles auf Anfang und Neustart‘ -Karte, sondern irgendwann nur noch eine ,Rien ne va plus‘ – Karte. Nichts geht mehr. Es ist vorbei. Aus. Schluss. Deckel zu. Du TOT.

Daher lass dein Seelenlied wieder erklingen und folge seinen lieblichen Klängen.

Vielleicht musst du tief graben. Viele Lagen an Angst, Enttäuschungen, Verdrängung, Kummer, Schutzmauern und Konventionen abtragen, um wieder an deine Seele zu gelangen.

Verschreck sie nicht. Sie ist Besuch nicht gewöhnt. Wahrscheinlich versteckt sich sich erstmal vor dir, spinkst vorsichtig um eine Ecke und blinzelt mit den Äuglein, da sie das erste Mal seit langer Zeit wieder einen Lichtstrahl sieht.

Gib nicht auf, wenn sie dir nicht sofort zur Begrüßung in die Arme fällt, denn so oft hat sie dich gerufen. Gefleht. Und du hast sie ignoriert. Zu oft hat sie dir vertraut, damals in den Tagen, als ihr noch miteinader gesungen habt. Und du versprochen hast, dass alles besser wird. Dass sich alles zum Guten wendet. Bald.

Setz dich hin. Ruhig. Schließ die Augen. Lass dir Zeit. Und warte. Warte darauf, dass sie von sich aus zu dir kommt. Sei offen. Und lausche. Vielleicht wird es ein paar Stunden, Tage oder Wochen dauern bis sie mit dir spricht. Vielleicht wird sie dir erstmal Vorwürfe machen. Beleidigt sein. Lass sie. Es ist ihr gutes Recht. Aber gib nicht auf.

Erzähl ihr von all den Abenteuern, die ihr beide von nun an wieder gemeinsam erleben wollt. Spiel ihr dein Lieblingslied vor oder ein Mantra. Oder singe für sie, so wie sie es für dich getan hat, als du noch klein warst. Und wenn sie eines Tages einstimmt, mit zuerst rauer, brüchiger Stimme, verscheuch sie nicht mit Kritik, sondern sei dankbar. Und hör gut zu.

Wahrscheinlich wird dir nicht alles gefallen, was sie dir Stück für Stück anvertraut. Vielleicht wird sie damit alte Erinnerungen, Träume und Wünsche zurückbringen und Wunden wieder aufreißen, die du dachtest, längst gekittet zu haben. Du wirst es als unmöglich empfinden. Untragbar. Als ein No go. Alles zu viel. Du wirst umkehren und sie wieder allein zurücklassen wollen. Tu’s nicht.

Deine Seele ist das, was dich ausmacht.

Deine Lebensenergie. Was du ihr antust, tust du auch dir an. Ignorierst du sie zu lange Zeit, wird sie krank. Und damit auch du. Sie ist du und du bist sie.

Deine Seele ist unendlich und wird nie vergehen. Sie kennt dich also schon ewig. Daher hör auf sie. Denn sie ist wirklich die einzige, die dich in- und auswendig kennt. Vor der du dich nicht verstellen sollst und kannst.

Wenn du keine Ahnung mehr hast, was du eigentlich möchtest und was deine Träume sind, dann nimm einen Block und einen Stift und lausche ihr. Sie wird es dir sagen. Und schreib es auf. Ungefiltert. Ganz egal, was es auch ist. Unterbrich und maßregele sie nicht. Und dort auf diesem Zettel, wirst du sie sehen.

Deine Sehnsüchte. Deine Träume. Deine Wünsche.

Du kannst den Zettel an einem geheimen Platz verstecken und dich langsam ans Werk machen, alles was dort geschrieben steht, in die Tat umzusetzen. Schritt für Schritt. Überstürze es nicht. Rom wurde nicht an einem Tag erbaut und wenn du ein sicherheitsorientierter Mensch bist, so wie ich, schaff dir eine solide Basis und erbaue darauf das Leben deiner Träume.

Und eines Tages wird deine Seele wieder von ganz alleine für dich singen. Sie wird nur so drauflos sprudeln und ihre Lieder erzählen dir von besseren Tagen, längst vergangenen Zeiten und Träumen, Wünschen und Abenteuern, die es noch zu bestehen gilt. Sie hüpft aus deiner Brust, reißt dein Herz gleich mit und die beiden tanzen zu den Klängen deines Seelenlieds Lambada vor deinen Füßen.

Und dann wirst du wissen, dass es richtig war. Die Strapazen wert und dass es sich lohnt für sich selbst zu kämpfen. Zu träumen. Zu singen und zu lachen. Spaß zu haben. Denn dafür sind wir hier. Um unser bestes Leben zu führen. Nicht das Leben eines anderen.[/vc_column_text][prkwp_spacer size=“20″][vc_custom_heading text=“„I have been a seeker and I still am, but I stopped asking the books and the stars.
I started listening to the teaching of my soul„
(Rumi)
“ font_container=“tag:h2|font_size:25|text_align:center|color:%23ea25ea“ google_fonts=“font_family:Condiment%3Aregular|font_style:400%20regular%3A400%3Anormal“][/vc_column][/vc_row]