Neues Jahr, neues Glück?!?!

Veröffentlicht am 28.01.2014

Ich habe nun seit einiger Zeit nicht mehr geschrieben. In der Vorweihnachtszeit und über die Feiertage ging es mir nicht gut. Eine neue Angstphase hatte sich ihren Weg gesucht und mich vor den Feiertagen überrascht. Rückblickend betrachtet war Weihnachten dennoch besser als erwartet und ab dem 2. Weihnachtstag ging es langsam aufwärts. Silvester war auch ganz ok. Ruhig, im Kreise der Familie, mit Raclette und Feuerwerk um 24 Uhr.

Nachdem das Jahr 2013 vorbei ist, geht es mir auch besser. So kann ich schon am Wochenende mehrere Stunden allein in meiner Wohnung verbringen, ohne dass mir allein beim Gedanken daran der kalte Angstschweiss ausbricht. Für manche sicher lachhaft, für mich ein grosser Schritt in die richtige Richtung. Wenn ich bedenke, dass ich im April 2013 noch für eine Woche allein in Urlaub geflogen bin, kann ich es nun selbst kaum glauben, dass ein unverplantes Wochenende oder einige Tage Urlaub absolute Nervosität und Angstgefühle bei mir ausgelöst haben bzw. mir nach wie vor unbehaglich zumute ist.

Ich habe auf der Webseite hellogiggles.com einen Artikel (in englisch) über Angst gefunden. Falls er euch interessiert, hier der Link:

http://hellogiggles.com/things-to-do-when-youre-anxious

Ich finde diese Webseite von Frauen für Frauen, gegründet u.a. von Zooey Deschanel (bekannt aus der Serie New Girl), einfach toll. Und dieser Artikel zeigt, dass Angst ein sehr weit verbreitetes Thema ist.

In meiner Reha-Klinik hat ein Arzt erzählt, dass dort mehr Patienten wegen Angststörungen behandelt werden, als wegen Depressionen o.ä. Ich denke, dass viele Menschen unter einer Angststörung leiden und es einigen gar nicht bewusst ist. Ich wusste auch nicht, dass Angst zu einer Krankheit werden kann oder gar chronisch. Da ich ein Bücherwurm bin, habe ich mir auch direkt ein Buch zu diesem Thema gekauft ,Angstfrei leben für Dummies‘ von Laura L. Smith und Charles H. Elliott. Nachdem ich ein paar Seiten gelesen hatte, musste ich das Buch aber beiseite legen, wo es noch immer liegt, da allein das Lesen über Angst in mir wieder Angst hervorruft.

Überhaupt habe ich viele Selbsthilfe-Bücher gekauft, darunter u.a „Willst Du normal sein oder glücklich“ von Robert Betz. Normal sein…. hört sich für mich momentan schon gut an. Aber was ist normal? Bin ich wirklich UN-normal? Wenn ja, wer beurteilt das? 

Und muss ich wirklich immer glücklich sein? Denn wo Licht ist, ist normalerweise auch Schatten.

Sagen zu können, dass ich zufrieden bin, wäre ein grosser Fortschritt. Dies dann noch gesprenkelt mit einigen Glücksmomenten und als Topping ein Schuss Liebe, das wäre meine Vorstellung von einem zufriedenen Leben. Wie in dem Lied ,So soll es bleiben‘ von Ich + Ich. Ich möchte auch sagen können: „So soll es sein, so kann es bleiben. So hab‘ ich es mir gewünscht.“

Momentan fühle ich mich noch wie ein Getriebener. Ich habe so eine Ungeduld in mir und nichts ist gut genug. Werde ich diese Ungeduld jemals loswerden und etwas finden, was mich zufrieden seufzen und zurücklehnen lässt? Etwas, dass mich wohlwollend und optimistisch ins Hier und Jetzt und in die Zukunft blicken lässt?

Oder ist die Ungeduld sogar als positiv zu betrachten, da ich wegen ihr immer wieder nach neuen Möglichkeiten und Wegen für mich suche? Tja, momentan empfinde ich diese Art der Ungeduld allerdings eher als Last.

Als ich ein Kind war, bin ich mit meinen Verwandten oft im Meli Park in De Panne, Belgien gewesen. Dort gab es einen riesigen Mülleimer in Form eines Riesen und über Lautsprecher sagte er ,Mehr! Mehr!‘. Egal, wie viel man hinein warf, er wollte immer mehr.

So fühle ich mich – ich will auch immer mehr und mehr und diesem Mehr jage ich hinterher. Nichts ist wirklich gut und erfüllend genug, damit ich mich zufrieden zurücklehnen und den Moment geniessen kann.

Um wirklich etwas zu ändern, benötige ich auch noch eine grosse Portion Mut. Diese Zutat habe ich oben bei meinem Gefühls-Eisbecher vergessen. Mut, dass ich mich traue aus meiner vertrauten Schutzzone, egal wie schlecht es mir darin auch geht, herauszukommen. Im Film ,Das erstaunliche Leben des Walter Mitty‘ mit Ben Stiller, geht es genau um dieses Thema. Aus der Schutzzone und den Tagträumen ausbrechen und sich mutig ins Abenteuer, genannt Leben, stürzen.

Daher: Ich wünsche euch, dass ihr die Kraft, die Energie und den Mut habt, um all eure positiven Wünsche und Vorsätze in diesem Jahr umzusetzen!

LG und denkt dran, ihr seid nicht allein!

 

Liedtext von Ich + Ich ,So soll es bleiben‘:

So Soll Es Bleiben

Ich warte schon so lange,

auf den einen Moment.

Ich bin auf der Suche,

nach 100 %.

Wann ist es endlich richtig,

wann macht es einen Sinn?!

Ich werde es erst wissen,

wenn ich angekommen bin.

 

Ich will sagen:

 

So soll es sein,

so kann es bleiben.

So hab‘ ich es mir gewünscht.

Alles passt perfekt zusammen,

weil endlich alles stimmt

und mein Herz Gefangen nimmt.

 

Wenn es da ist werd ich feiern.

Ich weiß da ist noch mehr.

Es liegt noch soviel vor mir.

Ich lauf noch hinterher.

Bis jetzt fühl ich nur die Hälfte,

von allem was geht.

Ich muss noch weitersuchen,

weil immernoch was fehlt.

 

Ich will sagen:

 

So soll es sein,

so kann es bleiben.

So hab‘ ich es mir gewünscht.

Alles passt perfekt zusammen,

weil endlich alles stimmt

und mein Herz Gefangen nimmt.

 

Ich weiß nicht wo du bist

oder wo du wohnst.

Aber eins ist sicher,

dass es sich lohnt.

Ich bete jede Nacht, dass ich dich finde.

 

Und du sagst:

 

So soll es sein,

so kann es bleiben.

So hab‘ ich es mir gewünscht.

Alles passt perfekt zusammen,

weil endlich alles stimmt.

 

So soll es sein,

so kann es bleiben.

Genauso ist es gut.

Alles passt perfekt zusammen,

weil endlich alles in mir ruht.