Alex | Die Mutmacherin

Empowerment & Mindful Living Coach
Hallo und herzlich Willkommen!

Hallo und herzlich Willkommen!

Mein Name ist Alex, ich bin 41 Jahre alt, bin absolute Reisetante, liebe Hunde, zertifizierte Yogalehrerin und ich unterstütze Frauen dabei, mutig zu sein, ihren eigenen Weg zu gehen und das in ihnen schlummernde Potential zu entdecken und zu entfalten.

Wie alles begann… 

Als Mitte 2013 bei mir eine generalisierte Angststörung und Depression festgestellt wurde, wusste ich damit erstmal nicht viel anzufangen. Ich wusste gar nicht, dass eine Angst krankhaft werden kann.  

Die darauffolgenden Monate waren für mich meine eigene, persönliche Hölle. Durch Zufall bin ich in dieser Zeit auf Yoga gestoßen, denn ein neues Studio hatte in unserer Fußgängerzone eröffnet. 

Diese 90 Minuten waren die einzige Zeit, in der ich Ruhe im Kopf hatte. In denen ich Erleichterung verspürte und der Leidensdruck eine Pause machte.  

Von da an beschäftigte mich der Gedanke, dass ich eine Ausbildung zur Yogalehrerin machen möchte, damit ich anderen Menschen das zeigen konnte, was mir so gut geholfen hat. Aber noch war die Zeit dafür nicht gekommen, denn es lag noch ein langer Weg vor mir. Wie steinig und schmerzhaft dieser werden würde, ahnte ich zu dieser Zeit noch nicht.  

Als ich dann im September 2013 in die Reha nach Potsdam ging, sagte dort der Chefarzt in einem Vortrag, dass du dir die eigene Erkrankung, sei es nun eine Depression, Angststörung oder ein Burnout, wie eine alte Dame vorstellen sollst. Lade sie zu einem Kaffee ein und höre zu, was sie dir zu erzählen hat, denn sie kommt nie einfach so in dein Leben.  

In der Reha begann ich wieder zu schreiben. Als Kind und Jugendliche habe ich es geliebt Geschichten zu schreiben. Die Hintergründe zu recherchieren und Leben in  die geschrieben Worte einzuhauchen. 

 Ich wollte mich mitteilen und anderen helfen, die ebenso eine solche Erkrankung haben. Daher eröffnete ich einen anonymen Blog denn damals traute ich mich noch nicht unter eigenem Namen zu schreiben, mich zu outen, denn ich schämte mich. Ich empfand mich als Schwächling, war es doch genau das, was ich fühlte. Schwäche, denn die Angst zehrte an mir – körperlich, geistig und seelisch.  

Um mich abzulenken – denn Ablenkung ist existentiell in Angstphasen – buchte ich verschiedene VHS Kurse, u.a. Kurse für kreatives Schreiben. Und in einem dieser Kurse entstand die Idee zu Erna. Erna Ernst, wie ich meine Angst nenne. Denn wir sollten unsere Schreibblockade beschreiben, so, als wäre sie eine reale Person. Meine Schreibblockade ist da, wenn ich Angst habe, denn die Angst vertreibt jeglichen kreativen Gedanken, setzt mir Scheuklappen auf und schränkt meinen Geist ein. Wir sollten dazu einen Steckbrief ausfüllen, wie du ihn vielleicht von damals aus den Freundschaftsbüchern in der Schule kennst. Da der Chefarzt in der Klinik die Angst als alte Dame bezeichnete, die ich zu einem Gespräch einladen soll, erschuf ich Erna als alte Frau, die mit Sack und Pack in mein pinkes Gästezimmer einzog. Zusammen mit ihrem schwerknochigen Kater Zacharias.  

Und so begann ich auch über Erna Geschichten zu schreiben. Auf meinem bereits oben erwähnten anonymen Blog. Denn hier konnte ich einfach alles rauslassen, was ich mich nicht traute, laut auszusprechen. Hier wusste niemand, wer ich bin und ich konnte somit auch niemanden verletzen. Musste keine Rücksicht nehmen. Keine Konsequenzen fürchten. Und es war befreiend. So unglaublich befreiend. All die Wut, die Traurigkeit, die Hoffnungslosigkeit – alles konnte raus.  

Meine Geschichten erzähle ich vor dem Hintergrund ernsthafter Erkrankungen, die schon viele Menschenleben gekostet haben. Trotzdem erzähle ich sie meist mit einem Augenzwinkern. Um anderen, auch wenn es ihnen schlecht geht, vielleicht doch ein Lächeln rauszulocken. Und das ist in solch dunklen Zeiten wie ein Licht am Ende des Tunnels. Der Silberstreif am trostlosen Horizont.  

Neben Erna gesellten sich noch weitere Figuren zu unserer WG. So entstanden noch Else, die Erna’s beste Freundin seit Jugendjahren ist. Früher waren sie zusammen im Angstgeschäft, welches Else aber mittlerweile an den Nagel gehängt hat. Schließlich ist sie mit Hans im Glück verlobt und zeugt fleißig kleine Glücksboten, damit diese nach ihrer Ausbildung fleißig weiter das Glück in die Welt tragen können.  

Big D. ist meine Depression, die mich ebenfalls ab und an besucht. Alfred, wie ich meinen inneren Schweinehund nenne, ist ziemlich gut mit ihr befreundet, aber auch alleine schon eine Plage für sich.  

Diva, meine launische Kreativität, kommt gar nicht gut mit dem Trio Infernale (Erna, Alfred und Big D.) zurecht. Wenn einer der Dreien oder gar alle zu aktiv sind, packt sie ihre Koffer, hängt einen Zettel an die Pforte meines Oberstübchens ,temporary not available’ und fliegt in den Urlaub. Sie ist erst dann bereit zurückzukommen, wenn die Aussicht von trüb und düster auf heiter mit Aussicht auf Glückseligkeit umgeschwungen ist. 

Mr. M – mein Mut – hat Anfang letzten Jahres einen Spontanbesuch bei mir gemacht und brachte mich dazu nach 11 Jahren meinen Job zu kündigen. Er marschierte einfach durch die Tür in mein Büro, legte sich demonstrativ und herausfordernd auf den Schreibtisch meines Chefs und dirigierte ein zunächst harmloses Gespräch so lange, bis ich tatsächlich laut den Wunsch äußerte, die Firma zu verlassen. Seitdem ist er öfters bei mir zu Besuch und strapaziert meine Komfortzone. Und meine Nerven.  

Joy – meine Freude – kreuzt gerne zeitgleich mit Mr. M oder kurz nach ihm auf. Besonders wenn ich auf Reisen bin, ist Joy oftmals an meiner Seite und bereichert mein Leben. Auch wenn ich mich manchmal gerne vor ihr und Mr. M. verstecken würde, denn sie wirbeln mein Leben ganz schön durcheinander.  

Fred Frust ist Erna’s On-/Off-Beziehung, den sie im Seniorenkurs an der VHS kennengelernt hat, zu dem ich sie angemeldet habe.  

 

Meine Vision…

Das sind die Figuren, die ich erschaffen habe. Über die ich Geschichten schreibe, um anderen Menschen Hoffnung zu geben. Um aufzuklären und das Tabu über psychische Erkrankungen aufzubrechen. Denn auch mit Erna und Big D. ist ein Leben immer noch lebenswert.  

Psychische Erkrankungen stehen, hinter Erkrankungen des Bewegungsapparates, an zweiter Stelle der häufigsten Ursachen für Krankschreibungen. Gerade bei Frauen ist die Tendenz steigend. 

Ich glaube, dass viele Frauen gar nicht wissen, dass sie an einer Depression leiden. Sie sagen sich, dass das Leben einfach so ist. Kein Ponyhof. Kein Wunschkonzert. Und rackern fleißig weiter.  

Aber ich möchte ihnen zeigen, dass das Leben ein Wunschkonzert auf einem Ponyhof sein kann. Wenn sie sich selbst, ihrer Linie und allem, was sie wirklich ausmacht, treu bleiben.  

Besonders bei Frauen in Führungspositionen habe ich beobachtet, dass sie männliche Führungsstile annehmen, um ernstgenommen zu werden und sich so präsentieren, wie sie gar nicht sind.  

Im Film ,Liebe braucht keine Ferien’ fragt ein älterer Herr Kate Winslet, warum sie in ihrem eigenen Leben nur eine Statistin sei. Diesen Satz habe ich bis heute nicht vergessen können und er brachte mich zum Nachdenken.  

Denn ich möchte, dass Frauen 

  • endlich aufhören, ihr Leben von anderen bestimmen zu lassen und sich somit abhängig machen
  • aus der Opferrolle heraus und ins Handeln kommen 
  • endlich unter dem Scheffel hervorkommen und ihr schönstes und hellstes Licht erstrahlen
  • selbst die Zügel in die Hand nehmen und Regisseurin und Hauptdarstellerin ihres Lebensfilms werden